YOUNG STRUGGLE LEIPZIG (YS LEIPZIG).
| Sitz | Leipzig | ||||||
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| Gründung | 2022 | ||||||
| Internetauftritt | Instagram Account | ||||||
| Personenpotenzial/ Mitgliederentwicklung |
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| Kurzporträt/Ziele |
Bei YS Leipzig handelt es sich um einen Personenzusammenschluss, der seit YS Leipzig verfolgt das ideologische Ziel, das politische System überwinden und Kapital der Gruppierung ist ihre Vernetzung mit linksextremistischen Grup |
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| Relevante Ereignisse und Entwicklungen 2025 |
Am 3. Februar 2025 blockierte u. a. YS Leipzig die CDU-Kreisgeschäftsstelle in Als Reaktion auf eine gewaltsame Auseinandersetzung mit 20 Personen wäh Weiterhin organisierte YS Leipzig am 25. Juni 2025 eine Gegenveranstaltung |
Für die Marxistische Leninistische Kommunistische Partei (MLKP) ist in Europa und Deutschland Young Struggle aktiv. Trotz des türkischen Ursprungs der »Mutterpartei«, gelingt es Young Struggle, wegen der breiten thematischen Aufstellung junge Deutsche als Mitglieder zu gewinnen. Neben der traditionellen Kurdensolidarität bedient die Gruppierung schließlich auch gesellschaftlich anschlussfähige Themen wie Palästinasolidarität, Antikolonialismus, Antiimperialismus, Antifaschismus, Antimilitarismus und Antikapitalismus. Diese Themen werden auch von Linksextremisten besetzt. Die Anhänger von YS Leipzig sehen sich selbst als revolutionäre Jugendliche in der sozialistischen Jugendorganisation der MLKP. Ziel ist letztendlich die Implementierung des Sozialismus als Herrschaftsform. Auch nicht extremistische Themenfelder, wie beispielsweise Sexismus, Umweltschutz und LGBTQ+-Feindlichkeit, sind Teil der programmatischen Ausrichtung.
Die Ortsgruppe YS Leipzig ist regional in der Stadt Leipzig ansässig und untersteht dem Bundesdachverband Young Struggle. Sie ist damit Bestandteil der Jugendorganisation der extremistischen türkischen Marxistischen Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP).
Im Mittelpunkt der Bemühungen von YS Leipzig steht die Mitgliederwerbung mit dem Ziel, eine höhe-
re Reichweite zu generieren. So werden verschiedene Formate, wie Wanderungen, offene Treffs und
Informationsveranstaltungen, angeboten, um potenziell interessierte Personen für die Belange der
Gruppierung gewinnen zu können. Je schneller sie wächst, umso größere Wirkmacht in Bezug auf
die Verbreitung ihrer verfassungsfeindlichen Agenda kann sie schließlich generieren.
Die thematische Ausrichtung gibt dabei häufig der Young Struggle Bundesverband mit seinen
deutschlandweiten Kampagnen vor.
Die ideologischen Ziele sollen durch eine »revolutionäre Kultur« erreicht werden. Diese soll in
Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ortsgruppen von Young Struggle gebildet werden. YS
Leipzig veranstaltete im Berichtsjahr in diesem Zusammenhang regelmäßig Aufzüge, Informations-
veranstaltungen und offene Treffs. Die eigenen Veranstaltungen sind in der Regel durch Fahnen der
YPG/YPJ und MLKP gesäumt. Zudem wird dort regelmäßig Märtyrern, die bei Kampfhandlungen in
Rojava starben, gedacht. Die Teilnahme an Veranstaltungen des Young Struggle-Bundesvorstandes,
wie beispielsweise am 11. Young Struggle-Kongress in Frankfurt am Main (Hessen), sorgte auch im
Berichtsjahr für eine Vernetzung der elf bundesweiten Ortsgruppen und sicherte die Festigung ideo-
logischer Ansichten.
YS Leipzig unterstützte entsprechend der Vorgaben des Dachverbandes Young Struggle Deutschland und
Young Struggle Europa die »Global Sumud Flotilla«177, indem mehrere Beiträge über diese Aktion über
den Instagram-Kanal von YS Leipzig geteilt bzw. verbreitet wurden.
Die weitreichende Vernetzung von YS Leipzig wurde im Berichtsjahr durch die regelmäßige Teilnahme
an Veranstaltungen mit dem Handala e. V., dem Kommunistischen Aufbau (KA) und der Föderation Klassen-
kämpferischer Organisationen (FKO) deutlich.
YS Leipzig lief im Übrigen anlässlich des Demonstrationsgeschehens am 1. Mai in Leipzig im internati-
onalistischen Block mit und übte somit den Schulterschluss mit der Kommunistischen Organisation (KO)
und der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD).
Am 6. Juli 2025 lud YS Leipzig zu einem Vortrag in Gedenken an einen zu Tode gekommenen Gene-
ralsekretär der »Communist Party of India« (CPI). Mit dem auf Instagram veröffentlichten Text zur
Veranstaltung wurde explizit ein »Volkskrieg« verherrlicht und für unterstützenswert befunden. Des-
sen »Helden« wurden derart glorifiziert, dass dies die Anwendung von Gewalt und den bewaffneten
Kampf ebenfalls guthieß.
Zudem bot YS Leipzig niedrigschwellige Aktionen, wie Lesekreise, Barbesuche oder gemeinsame Koch-
aktionen, an. Dabei stand zunächst nicht die Verbreitung der ideologischen Ansichten im Vorder-
grund, sondern stattdessen die Werbung neuer Mitglieder. In Leipzig-Schönefeld befindet sich das
zentrale Treffobjekt der Gruppierung, das im Berichtsjahr neu eröffnet wurde.
Im Protest- und Versammlungsgeschehen nach den Hamas-Terrorangriffen gegen Israel und zum
danach einsetzenden Gaza-Krieg zeigte sich YS Leipzig als aktiver extremistischer Akteur hinsichtlich
der Mobilisierung zu, Organisation von und Teilnahme an pro-palästinensischen Versammlungen
und spektrenübergreifenden Vernetzungstreffen. Die Gruppierung agierte im Übrigen regelmäßig
gemeinsam mit Dogmatischen Linksextremisten. Durch die Vermischung von extremistischen und nicht
extremistischen Ansichten versucht YS Leipzig, seine Narrative zu legitimieren und gesellschaftlich
anschlussfähig zu gestalten. Dabei bedient die Gruppierung Themen, die weit über den Nahost-
Konflikt hinausgehen und insbesondere für junge, aktionsorientierte Menschen anschlussfähig sind.
So bedient YS Leipzig zum Beispiel das Thema Antirepression, indem die angebliche Gewalt von Poli-
zisten gegen Jugendliche oder Ausländer angeprangert und im Gegenzug zu Gewalt gegen Polizisten
aufgerufen wird.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass YS Leipzig durch eine Kombination aus universitärem
Engagement, ideologischer Arbeit, hohem Aktionspotenzial und der Eröffnung eines eigenen Treff-
objekts eine wichtige Rolle innerhalb der bundesweiten und europäischen Young Struggle-Bewegung
spielt und sich zudem in den lokalen Gruppierungen des auslandsbezogenen Extremismus bzw. des
Linksextremismus als fester »Partner« etabliert hat.