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Rechtsextremismus

Junge Nationalisten (JN)

Demonstrationsaufruf

Demonstrationsaufruf
(© twitter.com/UnserGeithain)

Nach einem Höchststand von ca. 110 Mitgliedern (2014/2015) schrumpfte das Potenzial der JN in den vergangenen zwei Jahren auf nunmehr ca. 40 Personen (2017: 50). Dies liegt zum einen am Fehlen geeigneten Führungspersonals, zum anderen an der Konkurrenz zur Partei DER DRITTE WEG und zur IDENTITÄREN BEWEGUNG.

 

Die Jugendorganisation der NPD gliedert sich in den Bundesverband, in Landesverbände und in einigen Bundesländern in regional und lokal agierende sogenannte Stützpunkte.
Seit 2012 konnten die JN ihren Mitgliederbestand durch Öffnung gegenüber der neonationalsozialistischen Szene zunächst bis 2015 auf 110 Personen verdoppeln. Seitdem ist die Mitgliederzahl durch den Rückgang aktiver Strukturen der JN, wie auch der NPD wieder stark auf zuletzt 40 Mitglieder im Jahr 2018 zurückgegangen. Um neue Impulse zu setzen, gab der JN-Landesverband Sachsen daher am 4. September 2017 die Wahl des langjährigen Aktivisten und Leiters des JN-„Stützpunktes“ Dresden Maik MÜLLER zum neuen Landesvorsitzenden bekannt.
Am 13. Januar 2018 wurde mit Christian HÄGER (Rheinland-Pfalz, seit Oktober 2018 wohnhaft im Freistaat Sachsen) auch ein neuer Bundesvorsitzender gewählt. Der bisherige JN-„Bundesorganisationsleiter“ und vormalige Landesvorsitzende der JN Sachsen Paul RZEHACZEK wurde zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Gleichzeitig gaben sich die Mitglieder ein neues Statut und änderten den Namen der Jugendorganisation von JUNGE NATIONALDEMOKRATEN in JUNGE NATIONALISTEN.

Seit Januar 2018 gibt die JN als Kontaktadresse auf ihrer Homepage wieder das Objekt des DEUTSCHE STIMME-VERLAGS in Riesa an. Im Dezember 2014 war die JN-Bundesgeschäftsstelle zunächst von dort nach Mecklenburg-Vorpommern verlagert worden.

Die Organisation der Aktivitäten obliegt im Freistaat Sachsen weiterhin nur wenigen aktiven Mitgliedern.
Die JN verfügten im Jahr 2018“ lediglich in den Städten Chemnitz und Dresden sowie in den Landkreisen Nord- und Mittelsachsen, Leipziger Land und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über "Stützpunkte". In vielen Regionen fehlten ihnen auch im Jahr 2018 geeignete Führungspersonen, die neue Interessenten binden konnten. Mit der Partei DER DRITTE WEG und der IDENTITÄREN BEWEGUNG gibt es rechtsextremistische Organisationen, die in Sachsen ebenfalls um junge Mitglieder werben.
Der Rückgang aktiver Strukturen hatte auch auf das Aktionsniveau der JN spürbare Auswirkungen. 2015 und 2016 hatten sie noch eigene Versammlungen organisiert. Einen Tiefpunkt erreichten die öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten der JN Sachsen jedoch im Jahr 2017. Sie führten keine Demonstrationen mehr durch, sondern traten lediglich im Rahmen vereinzelter, kleinerer Aktionen, wie Kranzniederlegungen oder Transparent- und Verteilaktionen, in Erscheinung.

Im Jahr 2018 fanden in Riesa wegen des dort vorhandenen Objektes der „Bundeskongress“ sowie der „Europakongress“ statt. Darüber hinaus beteiligten sich JN-Mitglieder insbesondere an einzelnen Kundgebungen der NPD sowie an deren Kampagne „Schafft Schutzzonen“. Eigene Aktivitäten der „Stützpunkte“ beschränkten sich im Wesentlichen auf Kranzniederlegungen, Spendenaktionen sowie Reinigungsarbeiten auf Spielplätzen und Friedhöfen im Rahmen ihrer Kampagne „Jugend packt an“.

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