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Aktuelles und Archiv

23.07.2014 - Sächsische Neonationalsozialisten schließen sich der rechtsextremistischen Partei »Der III. Weg« an – länderübergreifender Stützpunkt mit bayerischen Rechtsextremisten gegründet

Sächsische Neonationalsozialisten sind der rechtsextremistischen Partei »Der III. Weg« beigetreten. Sie haben im Frühjahr 2014 gemeinsam mit bayerischen Rechtsextremisten einen sogenannten »Stützpunkt Hochfranken/ Vogtland« der Partei »Der III. Weg« gegründet. Die Partei bezeichnet sich selbst als national, revolutionär und sozialistisch.


Dem Stützpunkt gehören aus Sachsen bisherige Mitglieder der neonationalsozialistischen »Revolutionären Nationalen Jugend Vogtland« (RNJ Vogtland) an. Das Bayern zuzurechnende Anhängerpotenzial rekrutiert sich vor allem aus dem Kameradschaftsnetzwerk »Freies Netz Süd« (FNS). 

Nach einer szeneeigenen Aussage hätten sich »Sächsische Nationalisten«  schnell für die Wege und Ziele der Partei »Der III. Weg« interessiert, die seit Januar 2014 in Hof (Bayern) über den »Stützpunkt Hof« verfügt hatte. Diesem Stützpunkt wollten sich die sächsischen Rechtsextremisten anschließen, da auch im Vorfeld schon eine »gute Zusammenarbeit« zwischen den beiden Regionen bestanden habe. In Folge dessen sei der »Stützpunkt Hochfranken/Vogtland« gegründet worden.

Die Partei »Der III. Weg« wurde im September 2013 von ehemaligen NPD-Mitgliedern ins Leben gerufen und hat ihren Sitz in Rheinland-Pfalz. Ideologisch orientiert sie sich am historischen Nationalsozialismus. Erste Kernforderung in ihrem Zehn-Punkte-Programm ist die nach einem »deutschen Sozialismus«; hier zeigt sich bereits deutlich eine programmatische Nähe zum 25-Punkte-Programm der NSDAP.

Beide Parteiprogramme teilen zudem einen »rassischen« Volksbegriff. So verlangte die NSDAP, dass nur derjenige »Volksgenosse« sein könne, der »deutschen Blutes« ist. Die Partei »Der III. Weg« fordert – in sprachlich abgeschwächter Form – die Erhaltung und Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes und darüber hinaus die »Beibehaltung der nationalen Identität des deutschen Volkes«, die es vor Überfremdung zu schützen gelte.

Die ideologische Nähe der Partei zum Nationalsozialismus wird ferner durch die verwendete Symbolik mit Schwert und Sichel deutlich. Schwert und Sichel waren auch in der Symbolik der Hitlerjugend (Gaufeldzeichen) und bei der NSDAP zu finden.

Der Anschluss der RNJ Vogtland an eine rechtsextremistische Partei ist wie andernorts als „Ausweichprozess“ zu werten, um letztlich behördliche Maßnahmen gegenüber neonationalsozialistischen Bestrebungen zu erschweren (siehe auch http://www.verfassungsschutz.sachsen.de/
1435.htm
 ).

 

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